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Rallyeteam Pütz/Grimberg infomiert (03/2004)
SCHONGAU. “Trotz des Ausfalls beider Fahrzeuge haben wir ein positives Wochenende erlebt, denn wir sind konkurrenzfähig”, mit diesem Resümee von Oliver Schumacher endete der erste Lauf zur
Deutschen-Rallye-Meisterschaft rund um das verschneite Schongau in Oberbayern am vergangenen Wochenende.
Mit im hockkarätigen Feld der Deutschen Rallye-Elite die beiden Fahrzeuge des “HS-Rallye-Teams” aus Fluterschen. In der Division 5 waren das Frank Höhner und Oliver Schumacher aus Fluterschen mit dem Honda Civic
Type-R. Im ADAC-Rallye-Junior-Cup gab Christian Pütz zusammen mit Co. Hans-Joachim Grimberg (Wahlrod/Östringen) sein Debüt in Deutschlands höchster Rallyeklasse.
Die erste Etappe am Freitag Nachmittag verlief für die beiden Westerwälder Teams noch sehr viel versprechend. Zwar waren Frank Höhner und Oliver Schumacher in der ersten von sechs Wertungsprüfungen die am
Freitag zu absolvieren waren, einmal kurz neben der Strecke, aber bereits in WP3 erkämpften sie sich die Spitzenposition in ihrer Klasse. Diese sollten die beiden Schwäger auch am Freitagabend im
Etappenziel noch innehaben. Doch statt strahlender Gesichter, waren ernste Minen im Servicebereich angesagt. Eine defekte Differenzialsperre erzeugte sehr starke Lenkungsprobleme diese konnten auch beim
Zielservice der ersten Etappe nicht behoben werden. “Wir hätten das gesamte Getriebe wechseln müssen” erklärte Farnk
Höhner. “Vor der Einfahrt in den Parc ferme’ hat dafür aber die Zeit nicht mehr gereicht”, so der Pilot traurig. “Wir haben in
der Nacht noch lange überlegt was wir machen können”, berichetet der für die Technik des Hellenbrand-Honda
verantwortliche Co.-Pilot Oliver Schumacher. “ Dann haben wir uns schweren Herzens entschlossen, in Führung liegend, die
Rallye aufzugeben und Samstagmorgen nicht mehr zu starten. Es wäre einfach zu gefährlich gewesen, mit nicht einwandfrei funktionierender Lenkung weiterzufahren”.
Eine beeindruckende Visitenkarte gab DRM-Neuling Christian Pütz ab. Bereits am Freitag wurden er und sein neuer
Co-Pilot Hans-Joachim Grimberg mit dem Citroen Saxo in der 19 Starter starken Klasse der ADAC Junioren auf Position
acht notiert. “Ich wollte nichts kaputt machen, schließlich sind die Strecken, wie auch das Auto noch neu für mich. Aber das
Auto fährt sich toll und auch die Arbeit mit Hans-Joachim, meinem neuen Co im Auto klappt schon prima”, freute sich der Youngster am Abend der ersten Etappe.
Am Samstag ging der Vormarsch weiter. Zwar gönnte sich der 22-jährige Wahlroder einen Dreher, aber da dieser nach einer WP-Zieldurchfahrt passierte, kostete dieser Lapsus noch nicht einmal Zeit.
Doch auch das Duo Pütz/Grimberg wurde für die tolle Leistung nicht belohnt. Am Samstagnachmittag, nun bereits auf
Position fünf plaziert, verabschiedete sich eine Antriebswelle am Saxo und anstatt Meisterschaftspunkte zu kassieren musste Christian Pütz aufgeben.
“Trotz der äußerst widrigen Streckenbedingungen ist der Christian sehr gut gefahren! Seine Vorstellung bei seiner ersten so
großen Veranstaltung war schon erstaunlich”, lobte auch Teamchef Oliver Schumacher seinen Schützling.
“Ich möchte mich vor allen Dingen beim HS-Rallye-Team und hier besonders bei Oliver, für mein phantastisch vorbereitetes
Auto und bei der Firma Ramseger für die großartige Unterstützung bedanken”, verabschiedete sich Pütz aus dem Schongau.
Im gesamten HS-Rallye-Team blickte man am Sonntagabend schon wieder optimistisch in die Zukunft und verkündete, “Bei
der Rallye-Vogelsberg in Schlitz, wird in vier Wochen (16./17.April) wieder angeriffen”. (Jürgen Augst)
HS-Rallye-Team Christian Pütz 0171/5138093 cp-rallyeteam@web.de
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